Gastronomische Köstlichkeiten und die Fröhlichkeit und Ausgelassenheit der Gäste charakterisieren ein sardisches Festessen. Zum schweren und einsamen Alltag der sardischen Hirten und Bauern bildeten Feste eine willkommene Abwechslung. Bei der Zubereitung des Festessens haben Männer und Frauen unterschiedliche Aufgaben. Während die Frauen die Nudelgerichte zubereiten, Brot und Süßigkeiten backen, kümmern sich die Männer um Fleisch und Fisch und wählen den Wein aus. Traditionell wurden vor allem die in einer Hirten- und Bauerngesellschaft wichtigen Ereignisse wie Aussaat, Getreideernte und Weinlese mit einem Fest begangen. Gefeiert wurde den ganzen Tag mit Gelagen, gutem Wein, sowie Tanz und Gesang zu den Klängen der "mutetus" und "launeddas". Der Besuch eines sardischen Festes lohnt sich immer. Es ist eine gute Gelegenheit, die lokalen Spezialitäten zu probieren, sowie sardisches Brauchtum und Traditionen unmittelbar zu erleben.
Antipasto
hat vor allem den Zweck, den Appetit anzuregen. Serviert werden Schinken, Wurst und Speck, sowie Oliven und Käsehäppchen, die auf Holz- oder Korkbrettern ("taglieri") angerichtet werden. Dazu trinkt man Rosèwein.
Der 1. Gang
"culurgiones" und "gnocchetti di patate", mit Tomaten-/Hackfleischsoße und geriebenem Schafskäse serviert.
Der 2. Gang
Lamm, Zicklein am Spieß gebraten oder Spanferkel, als Beilage Fenchel- und Selleriestückchen
Käse
sardischer Pecorino, "caggiu" oder "casu marzu".
Früchte der Saison oder Trockenobst
Süßes
Pardulas, Amaretto-Kekse oder "sa sebada" für die Feinschmecker
Wein
Roter Cannonau, bei Zimmertemperatur serviert.
Zur Verdauung trinkt man anschließend "Abbardenti", "Abberdenti de Genziana" und Myrthe-Likör.

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