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Küsten


Wenn man die Küstenlinien Sardiniens miteinander vergleicht, fällt auf, daß Ost- und Westküste beinahe parallel verlaufen. Viele Küstenabschnitte sind steinig, die anstehenden Gesteine können Granite, Schiefer, Porphyre, Kalke, Trachyte oder Basalte sein. Ob Steil- oder Flachküste vorherrscht hängt von der umgebenden Landschaft ab. 
Die steilsten Klippen finden sich dort, wo die sardischen Kalkgebirge zum Meer hin abfallen (vor allem in der Ogliastra). Im Gemeindegebiet von Baunei befinden sich einige der höchsten Klippen Europas. Die bekanntesten sind sicher Punta Giradili (732 m), Punta Salinas (320 m), Punta Plummare (450 m) sowie die Felsnadeln "Perda Longa" (128 m) und die "Guglia di Goloritzè" (168 m). Weiße Felsen, die von einem kristallklaren Meer umspült werden, machen die Faszination dieser Landschaft aus. ¾ der Küsten der Ogliastra sind Steilküsten, ¼ besteht aus Flachküsten und Stränden.
Im Laufe der Erdgeschichte hat sich die Höhe des Meeresspiegels mehrfach geändert. Bei der letzten Transgression wurde das küstennahe Flachland überschwemmt und es bildete sich eine Riasküste mit tiefen Buchten und vorspringenden Halbinseln. Außerdem wurden die Küsten von der Kraft des Meeres und des Windes geformt.
 Der Verlauf der Steilküsten wird durch meist kurze Strände unterbrochen. Die längsten Strände findet man am Golf von Oristano, am Golf von Asinara und am Golf von Cagliari. Manchmal hat der Wind kilometerlange Dünen aufgeschüttet (Arbus, Tortolì).
Im Nordwesten der Insel gibt es dort, wo die Kalkfelsen von Alghero zum Meer hin abfallen, ebenfalls Steilküsten. Richtung Asinara kommen Schiefer und Granite vor, während man im Osten die Riasküste von Stintino findet, sowie die breiten Strände von Valledoria und Badesi und die granitischen Riasküsten der Gallura.
 Im Süden der Insel (sowohl im östlichen als auch im westlichen Teil) wechseln sich steinige Küstenabschnitte mit weiten Sandstränden ab. Auf die bizarren Granitküsten der Gallura folgen die langen Strände der Baronia und des Golfes von Orosei mit der "Punta Nera"(schwarze Spitze) aus Basalt, sowie eine eindrucksvolle Steilküste aus Kalkgestein, die sich bis zum Capo Montesanto erstreckt. Richtung Süden schließt sich die Ogliastra an, eine Region, die noch auf ihre Entdeckung durch die Urlauber wartet. In einem kristallklaren Meer spiegeln sich die hohen Felsnadeln von Perda Longa und Goloritzè und die weiten, flach abfallenden Sandstrände von Lotzorai, Tortolì, Barisardo, Cardedu und Tertenia laden zum Baden ein.
Im Süden der Ogliastra befindet sich ein Strand von wohl unübertrefflicher Schönheit. Die Natur hat hier eine Traumbucht geschaffen mit blank gewaschenen rötlichen und grauen Kieseln vulkanischen Ursprungs, die sanft von der Brandung bewegt werden und ein klackerndes Geräusch erzeugen.

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