Mamuthones ist heute eine Karnevalsmaske, und wird auch für die volkstümliche Tracht von Mamoiada verwendet. Das Wort "Mamuthones" ist in ganz Sardinien geläufig und bedeutet "verrückte, vollkommen unfähige Person".
Mamuthones oder maimone haben die gleiche Bedeutung. Maimone ist ein Anhänger von Dionysos, er folgte dem dionysischen Gefolge und versuchte ihm mit seiner Verkleidung zu ähneln, während Mamuthones den Gott selbst darstellt.
Mainoles, von welchem Maimone kommt, war der Namen von Dionysos, Gott des Weines und der Fruchtbarkeit. Die Verehrung des Dionysos zeigt noch ihren tragischen Aspekt in diesen Masken, die Tragik welche früher vorallem von den fürchterlichen Darbietungen seines Gefolges ausging. Eine dieser Szenen ist die Opfergabe eines Stieres inmitten rasender, wild umherschreiender Massen. Mamoiada ist diesem Ritual treu geblieben und wiederholt es jedes Jahr im Karneval.
Die Maimones unterscheiden sich von Dorf zu Dorf: typisch für Orgosolo ist " Su Maimone e fune" (eine Person die an einem Strick gefangen ist). Für die Darstellung dieser Maske wurde früher der Dorfverrückte eingeteilt und falls man ihn nicht fand, übernahm die Rolle ein armer Fremder gegen Entgelt. Diese Person trug eine schwarze Holzmaske vor dem Gesicht, typisch für die Mamuthones von Mamoiada, der Körper wurde eingehüllt in schwarzes Ziegenfell mit Hörnern und schließlich an einen Strick gebunden. Am anderen Ende des Stricks, befand sich der "Maimone Issocadore", eine maskierte Person gekleidet in traditioneller Tracht, benannt "Issocadore" weil er die "soca", einen großen Lederstreifen, um das Vieh einzufangen, in der Hand hielt. Der Maimone, der mit Stricken eingefangen durch die Strassen des Zentrums gehetzt wird, beschreibt die Verfolgung von Dionysos.
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