Auf der Insel findet man keine großen römischen Bauten, mit ein paar Ausnahme im Süden Sardiniens, wie etwa das Theater in Nora und das Amphitheater in Cagliari und im Osten die Ruinen in Tarros und die Brunnen in Fordongianus.
Nora (CA):
In Nora kann man den größten römischen Städtebau Sardiniens, die Therme und das Theater mit ihren wunderschönen Mosaiken bewundern. Nach Nora kommst Du von Cagliari über die Schnellstrasse SS 195 Richtung Pula, in der kleinen Stadt Pula angekommen biegst du ab Richtung Nora. Bleibt man auf der Schnellstrasse SS 195 bis zum Torre di Chia kann man die Reste der punisch-römischen Stadt Bithia besichtigen. Erhalten geblieben sind zwei Gebäude aus der punisch-römischen Zeit, eine kleine Kirche und Reste einer Nekropole.
Tharros (OR):
Tharros war einst die größte und bedeutenste phönizisch-römische Hafenstadt Sardiniens. Gegründet wurde sie von den Phöniziern um das 9./10. Jhdt. v.C. Im dritten Jhdt. kamen die Römer und bauten sie weiter aus. Im 11. Jhdt. kam es zu ständigen Überfällen durch die Sarazenen und schließlich wurde als Ersatz die Stadt Oristano in sicherer Lage gegründet. Erst 1851 wurde Tharros zufällig entdeckt und bis heute liegt noch mehr als die Hälfte vergraben bzw. ist im Meer versunken. Das Ausgrabungsgelände erstreckt sich über mehr als 2,5 km und vermittelt einen lebendigen Eindruck vom städtlichen Leben und Treiben der alten Phönizier und Römer. Eines der wichtigsten archäologischen Zeugnisse ist der Punische Tempel. Weitere Sehenswürdikeiten sind das Amphitheater, zwei Thermen sowie verschiedene Bodenmosaike und die phönizische Brandopferstätte auf dem Hügel Su Murru Mannu. Tharros erreicht man, wenn man von Oristano ca. 20 km in Richtung Cabras und San Giovanni di Sinis fährt.
Fordongianus:
In dem Ort Fordongianus, welcher zur Zeit der Römer Forum Traiani hieß, kann man die Reste der römischen Therme "La natatio" besichtigen. Die Römer errichteten an den 60 Grad heißen, schwefelhaltigen Quellen ihr Forum Traiani, eine bedeutende Siedlung an der Grenze zum "Barbarenland". Um die heißen Quellen legten sie Thermen an, die teilweise noch gut erhalten sind. Man fährt die Schnellstrasse SS 131 entlang, nimmt die Abzweigung nach Siamaggiore und folgt danach den Hinweisschildern Richtung Zerfaliu, Ollastra und Villanova Truscheddu.
Porto Torres:
Porto Torres wurde im ersten vorchristlichen Jhdt. von den Römern als Turris Libisonis gegründet und zählt zu den bevölkerungsreichsten Städten Sardiniens. Zu den Sehenswürdigkeiten zählt die wichtigste romanische Kirche der Insel, die Basilika San Gavino aus dem 11. Jhdt. Sie ist eines der wichtigsten romanischen Baudenkmälern Italiens. Weiters gibt es die Reste einer römischen Therme und die Römerbrücke über den Riu Mannu zu besuchen. Im Hafen kann man den "Torres" (Turm) von Porto Torres, der um 500 von den Spaniern errichtet worden ist, besichtigen.
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